VITA steht für Leben -
allein der Name verrät, dass es sich bei Vitaminen um lebensnotwendige
Substanzen handelt. Heutzutage muss auf eine ausreichende Vitaminzufuhr
eigentlich niemand mehr verzichten. Dennoch weist die Deutsche
Gesellschaft für Ernährung darauf hin, dass für bestimmte Bevölkerungsgruppen
die Versorgung mit manchen Vitaminen sogar in Deutschland nicht immer
optimal ist.
Zum einen zeigen sich hier die Auswirkungen der Fast-Food-Kultur,
Mahlzeiten aus Großküchen sowie hoher Zucker- und Alkoholkonsum. Zum
anderen sind aber auch einige Kenntnisse hinsichtlich
Nahrungsmittelauswahl und Zubereitung nötig, um sich bedarfsdeckend mit
Vitaminen zu ernähren.
Wer ist anfällig für Vitaminmangel?
Besonders anfällig für
Vitaminmangel sind Schwangere und Stillende, Jugendliche, alte oder
kranke Menschen, Personen mit chronischem Arzneimittelkonsum, Anhänger
von Außenseiterdiätformen, Frauen, die die Anti-Baby-Pille nehmen
sowie Leistungssportler und Schwerstarbeiter.
Vitaminkiller Nikotin und Alkohol
Vor allem Rauchen und
Alkoholkonsum lassen den Vitaminstatus im Körper maßgeblich sinken.
Wer mehr als 60 g Alkohol täglich zu sich nimmt (mehr als vier
Liter Bier, eine Flasche Wein oder acht Schnäpse) ist vor allem
unzureichend mit Vitamin B1, aber auch mit Vitamin C, E und Beta -
Carotin
versorgt. Das gleiche gilt für Raucher: Mit der Zahl der Zigaretten
sinken die Vitamine Beta - Carotin, B2, C, D und Folsäure. Der Körper
benutzt sie als Schutzschild für im Rauch vorhandene freie
Radikalbildner - damit diese nicht schwere Zellschäden anrichten.
Bei kontinuierlicher
Unterversorgung kann besonders dann, wenn der Bedarf z. B. durch
Infektionskrankheiten oder Stress, plötzlich erhöht ist, der
Vitaminmangel sichtbar werden. Er äußert sich zunächst meist in
unspezifischen Symptomen wie Appetitlosigkeit, Müdigkeit,
Konzentrationsmangel oder erhöhte Infektanfälligkeit.
Wer sich nicht sicher ist, ob er mit seinen Ernährungsgewohnheiten -
auch bedingt durch den Beruf oder durch Krankheit - seinen spezifischen
Bedarf an Vitaminen immer deckt, der sollte dem Körper zusätzlich
Vitamine in Form von Multivitaminpräparaten zuführen. Dabei ist auf
ein ausgewogenes Mengenverhältnis der einzelnen Vitamine untereinander
zu achten.
Vitamine gegen „Stress“?
In aller Munde sind
insbesondere die Vitamine E, C und Beta - Carotin, die vor schädlichen
Umwelteinflüssen, sogenannten freien Radikalen schützen. Freie
Radikale sind aggressive Substanzen, die bei normalen Stoffwechselvorgängen,
insbesondere aber auch durch Stress, bestimmte Medikamente, Alkohol und
Rauchen entstehen. Passiert das im Übermaß, können sie Zellen und
Gewebe angreifen.
Untersuchungen scheinen den schützenden Einfluss dieser Vitamine gegen Arteriosklerose, koronare
Herzerkrankungen sowie einige Krebsarten zu belegen. Für eine abschließende
Bewertung ist es sicher noch zu früh, vor allem die Höhe der optimalen
Dosierung und die Kombination der Vitamine für diese Anwendungen sind
noch nicht eindeutig geklärt.
Auch Vitamine können
Nebenwirkungen haben, ziehen Sie deshalb immer Ihren Arzt oder Apotheker
zu Rate!