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Fissurenversigelung

 

 

 

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Auch ein Zahn hat so seine Schwachstellen! Bei unzureichender Fürsorge und Reinigung entsteht dort am leichtesten und schnellsten eine Karies.  Der Zahnarzt kennt diese gefährdeten Punkte und untersucht besonders intensiv:

 

  1. Zahnzwischenräume
  2. Kaufläche des Zahnes
  3. Zahnflächen in der Nähe des Zahnfleisches (Zahnsaum)

Unverständlich scheint auf den ersten Blick, warum auch die Kaufläche eines Zahnes besonders gefährdet sein soll, lässt sie sich beim Putzen doch besonders leicht reinigen und unterliegt natürlicherweise einer erhöhten Selbstreinigung.

Um die Gefährdung besser zu verstehen, muss man sich einmal einen Backenzahn genauer ansehen: Hat solch ein Backenzahn steile Höcker und tiefe Grübchen, dann ist die perfekte Reinigung dieser schwer zugänglichen Stellen in der Tiefe des Zahnes eben nicht mehr so einfach, manchmal sogar fast unmöglich.

Entsprechend schnell kann dort eine Karies entstehen, zumal der Zahnschmelz gerade hier häufig besonders dünn ist. Da im Laufe des Lebens durch natürliche Vorgänge die Kaufläche immer weiter eingeebnet (ausgeschliffen) wird, ist die besondere Gefährdung kurz nach der "Geburt" des Zahnes, nach dem Zahndurchbruch, gegeben.

Hier muss frühzeitig gehandelt werden!

Bei regelmäßiger Untersuchung wird Ihr Zahnarzt diesen Schwachpunkt sofort erkennen und zu dem einfachen und absolut schmerzfreien Mittel der Versiegelung greifen. In der Regel passiert dies im "ersten Lebensjahr" des Zahnes, da dann die günstigsten Voraussetzungen vorliegen.

Wie wird das gemacht?

 

Zuerst wird der Zahn gründlich gereinigt, um die Oberfläche absolut sauber zu bekommen. Anschließend wird der betroffene Bereich des Zahnes mit einem Mini-Schwämmchen oder -pinselchen vorsichtig mit etwas Säure benetzt, um eine intensive Haftung des Versieglers zu gewährleisten; die ganze Zeit über muss der Zahn trocken gehalten werden, damit kein Speichel zur Verschmutzung führen kann. Nach gründlichem Absprühen wird dann der Versiegler aufgetragen (es handelt sich hierbei um einen besonders leicht fließenden Kunststoff) und ausgehärtet.

Der Zahn ist jetzt auf lange Zeit geschützt!

Es ist selbstverständlich, dass diese Behandlung nur im bestens gepflegten Gebiss vorgenommen werden kann und keine anschließende "Befreiung vom Zähneputzen" beinhaltet.

Und: Die Versiegelung funktioniert nur am gesunden oder nur ganz leicht erkrankten Zahn.

Die gesetzliche Krankenkasse übernimmt diese Kosten - eine sinnvolle und wirksame Schutzmaßnahme für Ihr Kind - der Fissurenversiegelung nur für die Molaren ( bleibenden 6er und 7er Backenzähne ).

Dr. Dirk Erdmann

 

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Stand: 31. Oktober 2011