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Formveränderung
mittels
direktem Kompositaufbau
Die Nichtanlage von Zähnen führt besonders im Frontzahnbereich zu ästhetischen Einschränkungen. Betroffen sind häufig die seitlichen Schneidezähne. In der Regel steht dann der Eckzahn direkt neben dem mittleren Schneidezahn und wirkt dort wegen seiner spitzen Form etwas "fehl am Platze".
Es stört zudem oftmals auch die durch die spitzere
Eckzahnform verursachte kleine Lücke zum mittleren Schneidezahn hin. Man kann
den Eckzahn - oder auch einen zu klein geratenen Zapfenzahn - mit relativ
einfachen Mitteln in direkter Technik mit Komposit aufbauen, etwas einkürzen
und somit leicht zu einem seitlichen Schneidezahn umgestalten. Am Zahn selbst
wird kaum etwas geschliffen; lediglich ein leichtes Anrauen der Klebestelle
ist erforderlich. Trockenlegung
Damit der Aufbau an der Zahnhartsubstanz kleben kann,
ist eine komplizierte Vorbehandlung notwendig. Die Fernhaltung von Speichel
ist unbedingt erforderlich, da Speichel ein optimales Isoliermedium darstellt
und jede Art von Klebung an die Zahnhartsubstanz verhindern kann. Aus diesem
Zweck muss entweder der Bereich um den Zahn sorgfältig mit Watterollen abgedämmt
oder über den Zahn ein Gummituch (Kofferdam) zur Isolierung gezogen werden. Anätzen des Zahnschmelzes![]() Mit Phosphorsäuregel wird nun die Zahnsubstanz auf
der Klebefläche angeätzt. Der Zahnschmelz besteht aus parallel angeordneten
Schmelzprismen. Die Zentren und die Umgebung dieser Prismen lassen sich mit Säuren
unterschiedlich weit an- bzw. wegätzen. Durch dieses "selektive" Ätzen
entsteht nach Absprühen des Ätzgels (20- bis 37,5%ige Phosphorsäuregele)
eine enorm vergrößerte Oberfläche auf dem Zahnschmelz, die eine sehr
dauerstabile Mikroverzahnung zwischen dem Zahn und dem Haftvermittler ermöglicht. Auftragen des Haftvermittlers
Dieses Prinzip der Oberflächenvergrößerung wird
generell bei vielen Klebe- oder auch Lackiervorgängen verfolgt. Auf dem angeätzten
Zahnschmelz wird ein spezieller Haftvermittler aufgebracht, der in das
entstandene Oberflächenrelief einpenetrieren kann. Dieser Haftvermittler wird
mit Blaulicht ausgehärtet, wodurch er sich fest in der Zahnhartsubstanz
verkrallt. An diese Kunststoffschicht kann jetzt wiederum chemisch das
eigentliche Füllungsmaterial anbinden. Auftragen des Komposits |
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