Zahnarztpraxis Andreas Ras MSc in Leverkusen – Oralchirurgie, Implantologie und moderne Zahnmedizin.

Lachgas in Leverkusen – entspannter zur Zahnbehandlung

Viele Menschen haben Angst vor der zahnärztlichen Behandlung. Wenn es Ihnen ähnlich geht, kann eine Behandlung mit Lachgas eine sehr gute Unterstützung sein.

In unserer Praxis in Leverkusen bieten wir Ihnen eine schonende Form der Beruhigung, die Ihnen helfen kann, den Termin entspannter zu erleben. Dabei bleiben Sie während der Behandlung ansprechbar und können jederzeit mit uns kommunizieren.

Was ist Lachgas?

Lachgas ist ein bewährtes Mittel zur Beruhigung bei zahnärztlichen Behandlungen. Es wird über eine kleine Nasenmaske eingeatmet und mit Sauerstoff kombiniert.

Die Wirkung setzt in der Regel schnell ein und kann dabei helfen, Anspannung, Unruhe und ein starkes Angstgefühl zu reduzieren. Gleichzeitig bleiben Sie bei Bewusstsein und reagieren weiterhin auf Ansprache.

Für wen eignet sich Lachgas?

Lachgas kann besonders für Angstpatienten eine sinnvolle Unterstützung sein. Auch wenn Sie vor Behandlungen nervös sind, einen starken Würgereiz haben oder sich schnell unwohl fühlen, kann diese Methode hilfreich sein.

Ob Lachgas für Sie geeignet ist, besprechen wir immer individuell im persönlichen Gespräch. So können wir gemeinsam einschätzen, ob diese Form der Unterstützung zu Ihrer Situation passt.

Wie läuft die Behandlung mit Lachgas ab?

Vor der Behandlung erklären wir Ihnen den Ablauf in Ruhe und beantworten alle Ihre Fragen. Anschließend wird über eine Nasenmaske ein Sauerstoff-Lachgas-Gemisch eingeatmet, das beruhigend wirken kann.

Während der Behandlung bleiben Sie ansprechbar und können jederzeit mitteilen, wenn Sie sich etwas anders wünschen. Die Anwendung wird von uns sorgfältig überwacht und individuell angepasst.

Welche Vorteile kann Lachgas haben?

Lachgas kann helfen, die Behandlung entspannter zu erleben und das Gefühl von Stress oder Angst zu reduzieren. Viele Patienten empfinden den Termin dadurch als angenehmer und besser kontrollierbar.

Zusätzlich kann Lachgas das Schmerzempfinden und den Würgereiz mindern. Das kann gerade bei längeren oder als unangenehm empfundenen Behandlungen ein großer Vorteil sein.

Ist Lachgas sicher?

Lachgas gilt in der Zahnmedizin als gut steuerbar und sicher, wenn es fachgerecht angewendet wird. Die Wirkung lässt sich während der Behandlung anpassen, und nach dem Ende klingt sie in der Regel schnell wieder ab.

Wir informieren Sie vorab ausführlich über alle wichtigen Punkte, damit Sie sich gut vorbereitet und sicher fühlen können. Ihre persönliche Situation wird dabei immer berücksichtigt.

Kann ich nach der Behandlung wieder nach Hause?

In vielen Fällen ist die Erholungsphase nach einer Lachgasbehandlung kurz. Die Wirkung lässt meist schnell nach, sodass Sie die Praxis danach zügig wieder verlassen können.

Ob Sie danach direkt wieder aktiv sein können, hängt jedoch von Ihrer individuellen Behandlungssituation ab. Wir geben Ihnen dazu vor Ort die passenden Hinweise.

Lachgas für Angstpatienten in Leverkusen

Gerade für Angstpatienten kann Lachgas eine wertvolle Unterstützung sein. Es kann helfen, den Zahnarztbesuch weniger belastend zu erleben und den Einstieg in eine Behandlung zu erleichtern.

In Kombination mit unserer ruhigen, verständnisvollen Betreuung schaffen wir so eine Atmosphäre, in der Sie sich besser aufgehoben fühlen können.

Ihre Vorteile in unserer Praxis

In der Zahnarztpraxis Andreas Ras verbinden wir moderne Zahnmedizin mit Einfühlungsvermögen und Erfahrung. Viele Patienten schätzen die freundliche Atmosphäre, das aufmerksame Team und die ruhige Begleitung während der Behandlung.

Wenn Sie sich vor einer Zahnbehandlung unsicher fühlen, nehmen wir Ihre Sorgen ernst und beraten Sie gerne persönlich zu den Möglichkeiten mit Lachgas.

Jetzt persönlich beraten lassen

Wenn Sie wissen möchten, ob Lachgas für Sie geeignet ist, sprechen Sie uns gerne an. Wir nehmen uns Zeit für Ihre Fragen und erklären Ihnen den Ablauf in Ruhe.

GESCHICHTE DER LACHGASSEDIERUNG

GASE ALS PARTYDROGEN UND JAHRMARKTSBELUSTIGUNG

Bis Mitte des 19. Jahrhunderts konnte man von einer Operation ohne Schmerzen nur träumen. 1839 schrieb der berühmte französische Chirurg Louis Velpeau: „Die Vermeidung von Schmerzen bei Operationen ist eine märchenhafte Vorstellung und man sollte sich heute nicht mehr damit abgeben.“  Die meisten seiner Zeitgenossen gaben ihm dabei recht. Kaum einer ahnte, dass die scheinbar vergebliche Hoffnung auf schmerzfreie Operationen bald erfüllt werden sollte – und dass die Mittel dazu bereits vorhanden waren. Denn zwei Gase, die schon zu Velpeaus Zeiten als Partydrogen, auf Jahrmärkten oder in Varietés für Belustigung sorgten, sollten bald in den Dienst der Medizin treten:  Lachgas und Äther.

VOM VARIETÉ IN DIE ZAHNARZTPRAXIS: SELBSTVERSUCHE MIT LACHGAS

Am  10. Dezember des Jahres 1844  besuchte der Zahnarzt   Horace Wells (1815–1848) in der Kleinstadt Hart Ford nahe Boston eine solche Varieté-Vorstellung. Dabei beobachtete er etwas Sonderbares: Ein Mann zog sich im Lachgasrausch eine große Wunde im Unterschenkel zu, schien dabei aber keinerlei Schmerz zu empfinden. Niemand sonst fiel diese merkwürdige Begebenheit auf. Doch Wells ließ gleich am nächsten Tag den Varieté-Chef, einen gewissen Colton, in seine Praxis kommen und sich mit Lachgas betäuben. Ein Weisheitszahn, der ihn selbst seit längerem plagte, sollte die Probe aufs Exempel abgeben.  Die Operation glückte – Wells spürte bei der Extraktion des Zahns durch seinen Gehilfen nur ein schwaches Ziehen.

DIE ERSTE LACHGAS-NARKOSE WAR EIN PEINLICHER FEHLSTART

Danach testete der Zahnarzt seine Entdeckung erfolgreich an Dutzenden seiner Patienten, bevor er fünf Wochen später, am 25. Januar 1845, an die Öffentlichkeit ging. Im Massachusetts General Hospital in Boston sollte die narkotisierende Wirkung von Lachgas vor dem berühmten Chirurgen John Collin Warren und anderen wichtigen Persönlichkeiten demonstriert werden. Doch die Vorführung misslang: Wells musste den Ballon mit dem Lachgas zu früh zurückziehen, weil der Chirurg auf einen raschen Beginn des Eingriffs drängte. Die Dosis war zu gering, der Patient schrie auf vor Schmerz und Horace Wells musste unter Hohngelächter den Hörsaal verlassen.

DIE GEBURTSSTUNDE DER MODERNEN ANÄSTHESIE

Inzwischen hatte ein ehemaliger Angesteller und Schüler von Wells, William Thomas Green Morton (1819–1868), das Potenzial von Wells’ Entdeckung erkannt und ebenfalls mit Untersuchungen zur Anästhesie begonnen.  Allerdings benutzte er nicht Lachgas wie Wells, sondern experimentierte mit Äther, einem leichter verfügbaren, da flüssigen Stoff. Nach zahlreichen Ätheranästhesien an seinen Patienten wandte er sich wie vor ihm Wells an den berühmten Chirurgen Warren, um mit seinem Verfahren an die Öffentlichkeit zu gehen. Morton erkannte, dass Äther als Dampf aus einem geschlossenen Behälter eingeatmet werden sollte. Bisher   hatte man ihn auf ein Taschentuch geträufelt, Morton entwickelte einen Glaskolben mit zwei Öffnungen. In diesem befand sich ein äthergetränkter Schwamm. Der Patient atmete durch diesen Glaskolben hindurch die Mischung aus Luft und Äther ein, die Ausatmung erfolgte über ein Ventil.  Das erste halboffene Narkosesystem war geboren. Morton ließ einen Patienten, einen zwanzigjährigen Druckergehilfen, drei Minuten lang Luft aus dem Glaskolben einatmen. Der Mann wurde bewusstlos, und der Chirurg schnitt einen Tumor an seinem Hals in wenigen Minuten heraus. Am Ende der Prozedur stöhnte der Patient, doch nach dem Aufwachen gab er an, keine Schmerzen gehabt zu haben. Am nächsten Tag wurde das Verfahren erneut erprobt – abermals erfolgreich. Das Zeitalter der modernen Anästhesie war angebrochen.

Siegeszug der Inhalationsnarkose


In Europa verbreitete sich die Kunde der ersten Äthernarkose schnell, aber die Skepsis gegenüber der Möglichkeit von schmerzfreien Operationen war so groß, dass man die Sache zunächst als typischen "Yankee-Unsinn" abtat. Doch nach den ersten in Europa durchgeführten Narkosen war der Siegeszug der Ätherbetäubung nicht mehr aufzuhalten. In der Folgezeit schien zunächst das 1831 entdeckte Chloroform Äther als Inhalaltionsmittel der Wahl zu verdrängen, doch es kam dabei immer wieder zu Todesfällen durch Überdosierung, so dass sich ab den 1870er Jahren Äther endgültig durchzusetzen begann. Auch Lachgas erlebte Ende des 19. Jahrhunderts eine Renaissance

Ende mit Selbstmord - unter Narkose


Horace Wells jedoch erlebte den Triumphzug der Anästhesie nicht mehr. Nach der missglückten Lachgas-Demonstration hatte er seine Zahnarztpraxis aufgegeben. Vergeblich versuchte er, als Erfinder der Inhalations-Narkose anerkannt zu werden, doch im frisch entbrannten Streit um diesen Titel konnte er sich nicht durchsetzen. Verbittert und durch viele Selbstversuche mit Lachgas, Äther und Chloroform geistig zerrüttet kam Horace Wells nach einem Säureanschlag auf zwei Prostituierte in das berüchtigte New Yorker Gefängnis ‚Tombs Prison'. Hier beging er am 23. Januar 1848 Selbstmord: er schnitt sich die Beinschlagader auf, zuvor hatte er sich mit Chloroform selbst betäubt